Auswahl von Tischtennis-Belägen

Auswahl von TT-Belägen

An dieser Stelle soll auf einige typische Charakteristika von (China-) Tischtennis-Belägen hingewiesen werden.

Schwamm:

Noch vor einigen Jahren waren Chinabeläge vor allem für zwei Dinge bekannt: Extrem harter Schwamm sowie eine sehr klebrige Oberfläche. Zwar ist es nach wie vor möglich, Chinabeläge mit genau diesen beiden Eigenschaften zu beziehen, dennoch ist besonders auf dem Gebiet des Schwammangebots eine rasante Entwicklung festzustellen: Die Belagproduzenten haben sich an den Bedürfnissen des europäischen Marktes orientiert und bieten nun auch eine breite Auswahl von Soft- und Mediumschwämmen an. Der Topspin Tischtennis Shop Arnold bietet keinen Belag mit reinem "Betonschwamm" an, zumal sich der moderne europäische Tischtennissport an einer eher spinorientierten und auch besonders variablen Spielweise orientiert.

Zur Umsetzung dieser Strategie ist ein besonders hoher Katapulteffekt des Belages erforderlich - der Belag hat die Funktion einer Feder: Der Ball trifft auf die Belagoberfläche, abhängig von der Länge der Noppen wird die Geschwindigkeit des Balles aufgenommen und unter erhöhter Beschleunigung kann der Ball zurückgespielt werden. Besonders effektiv wirkt die beschriebene Funktionsweise beim druckvollen Agieren aus der Halbdistanz. Ein herkömmlicher chinesischer Belag der alten Generation eignet sich dagegen eher für das klassische Block- und Konterspiel, da ein Belag ohne Katapulteffekt das Tempo aus dem Spiel nimmt. Als grobes Fazit ist feszuhalten, dass der Katapulteffekt eines Schwammes umso höher ist, wie die Elastizität des Schwammes zunimmt.

Obergummi:

Der beschriebene Katapulteffekt spielt auch für die Beschaffenheit des Obergummis eine bedeutende Rolle. Desto elastischer das Obergummi ist, desto mehr Potenzial steht zur Entwicklung starker Rotation zur Verfügung. Dies ist allerdings nur eine Seite der Medaille: Der Effet wird entscheidend dadurch beeinflusst, wie griffig die Oberfläche ist: es wird unterschieden zwischen griffigen und klebrigen Belagoberflächen. Die klebrige Oberfläche ist ein zusätzlicher Garant für maximale Rotation - allerdings ist zu berücksichtigen, dass bei Verwendung eines in hohem Maße klebrigen Belages die Entschärfung der ankommende Rotation etwas mehr Übung bedarf. Maximaler Spin ist somit erreichbar, wenn man einen besonders elastisches und klebriges Obergummi verwendet. Natürlich spielt auch die von Belag zu Belag variierende Noppenlänge eine Rolle für die Bewertung der Spin- und Beschleunigungsfreudigkeit eines Belages.

Tensorbeläge:

Auf dem Vormarsch sind Beläge mit eingebautem Frischklebeeffekt, sogenannte Tensorbeläge. Im Gegensatz zu herkömmlichen Belägen spielen sich diese Beläge deutlich engergiegeladener. Wenngleich diese Beläge mehr Dynamik versprühen, können sie, meiner persönlichen Einschätzung nach, das Frischkleben an sich noch nicht gleichwertig ersetzen.  

Einsatz von Spezialbelägen:

Beläge mit kurzen Noppen außen werden offensiv eingesetzt. Auf diese Weise können nicht nur Defizite im Schlagrepertoire elegant kaschiert werden, sondern es sind auch Störattacken möglich, die vom Gegner als unangenehm empfunden werden, weil diese den Spielrhythmus durcheinander bringen. Um kurze Noppen zu beherrschen braucht es in der Regel keine besonders ausgefeilte Schlagtechnik, sondern einfach ein gutes Ballgefühl.

Beläge mit langen Noppen erfodern ein weitaus zeitintensiveres Trainingspensum um die möglichen Störattacken auch gezielt und effektiv zur Geltung zu bringen. Insofern diese Beläge wirklich beherrscht werden, kann so mancher Spieler zur Weißglut gebracht werden, da die Bandbreite der Schnittvarianten sehr vielfältig ist. Nachdem lange Noppen mit einer glatten Oberfläche inzwischen verboten wurden, sind noch zwei Vertreter dieser Gattung verblieben: Lange Noppen mit geriffelten und ungeriffelten Noppenköpfen.

Nicht vorenthalten werden soll die Existenz von Antibelägen - diese haben allerdings weitestgehend an Popularität verloren, zumal ihre Einsetzbarkeit doch stark eingeschränkt ist. Aufgrund ihrer glatten Oberfläche sind Antibeläge zwar gegenüber ankommender Rotation total unempfindlich, können selbst allerdings auch keine Rotation erzeugen. Hinzu kommt, dass diese Beläge äußerst langsam sind und daher keine wirkliche "Waffe" darstellen. Gemäß dieser Entwicklung wird in diesem Shop kein Belag dieser Gattung angeboten.